Messe der Superlative

Vom 16. bis 21. September 2013 präsentieren internationale Hersteller von Produktionstechnik auf der Weltleitmesse der Metallbearbeitung unter dem Leitthema «Intelligence in Production» ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen rund um den Werkstoff Metall.

Messe der Superlative

 

 

 

Die Nachfrage von Firmen aus aller Welt ist eindrucksvoll. Die EMO Hannover wird wieder ein Ereignis der Superlative für die Branche der Metallbearbeitung. Bis Ende Juni 2013 hatten sich rund 2030 Firmen angemeldet. Sie werden auf über 177.600m² Nettoausstellungsfläche den internationalen Fachbesuchern zeigen, wie sie ihre Herausforderungen in der Fertigung am besten lösen können.

 

60 Prozent der Aussteller kommen aus 39 Ländern dieser Erde. Entsprechend seiner technologischen Führungsposition bildet Europa mit mehr als 1500 Ausstellern das Schwergewicht unter den Ausstellerregionen. Die Schweiz ist mit rund 150 Ausstellern vertreten. Rund ein Fünftel, über 430 Firmen, reist jedoch allein aus Asien an. In den vergangenen 20 Jahren bis 2012 hat sich der internationale Werkzeugmaschinenverbrauch auf rund 66 Mrd. Euro fast verdreifacht. Seit der Jahrtausendwende ist er auf Euro-Basis im Schnitt um fast fünf Prozent jährlich gewachsen. Treiber war vor allem Asien, wo 2012 rund 60 Prozent der gesamten internationalen Werkzeugmaschinenproduktion verbraucht wurden. Wichtige Basis für den Erfolg der Weltleitmesse EMO Hannover ist die Globalität des Werkzeugmaschinengeschäfts. Mehr als die Hälfte der Weltwerkzeugmaschinenproduktion wird gehandelt. Das Volumen ist seit der Jahrtausendwende um 80 Prozent gestiegen. Das gilt verstärkt für die europäische Werkzeugmaschinenindustrie. Sie exportiert nahezu 85 Prozent ihrer Produktion. Ihre Exporte spanender Werkzeugmaschinen bestehen laut einer Analyse des europäischen Werkzeugmaschinenverbands CECIMO zu weit mehr als 80 Prozent aus NC-Technologie. In der US-amerikanischen Werkzeugmaschinenindustrie sind es nur 61 Prozent, in der chinesischen Branche sogar nur 44 Prozent.

 

Auf der EMO 2013 spielen Werkzeugmaschinen die Hauptrolle. Doch auch Messtechnik und Qualitätssicherung haben ihren Platz, wie der kurze Überblick über neue Produkte zeigt.

Roboter assistiert beim 3D-Scannen

 

(Bild 1) Automatisiertes 3D-Scannen in höchster Präzision – das ermöglicht Breuckmanns Stereo-Scan in Kombination mit dem Koordinatenmessgerät DPA von Aicon. Dazu wird der 3D-Scanner auf einen Roboter montiert, das Messobjekt steht auf einem Drehteller. Die Referenzkulisse wird mit dem Messgerät nur einmalig eingemessen. Dieses Zusammenspiel ermöglicht eine vollautomatisierte, hochpräzise Digitalisierung und Inspektion auch grossflächiger Bauteile. Überall, wo feinste Strukturen oder minimale Abweichungen mit einer hohen Genauigkeit unter 1 /10 mm gescannt werden müssen, kommt das System zum Einsatz. Es lässt sich schnell an jede individuelle Scanaufgabe anpassen. Messbereiche von wenigen Millimetern bis zu 1 m lassen sich schnell und einfach realisieren und wechseln, betont der Hersteller. (Halle 6, Stand C26) __Info: www.breuckmann.com

Gelenkige Helfer in neuem Look

 

(Bild 2) Die beiden grössten und stärksten Gelenkstative aus der Classic-Line-Serie der Marke Fisso wurden überarbeitet, damit sie noch zuverlässiger und genauer funktionieren. Laut Hersteller ist das Modell 4400-45 für grosse Werkstücke und Maschinen konzipiert worden. Das Modell 6400-63 lasse sich bei Werkstücken und Maschinen noch grösserer Dimensionen einsetzen. Beide Modelle verfügen über eine stufenlos einstellbare

 

Vorspannung und können mit Schaltmagneten ausgerüstet werden, wobei die Dimensionierung der Gerätefüsse auf die Gelenkstativ-Grösse abgestimmt wird. Die Systeme werden aus hochwertigem Stahl und Leichtmetall in der Schweiz gefertigt und zeichnen sich durch eine rein mechanische Zentralspanneinheit aus. Dank dieser soliden Qualität wird eine dauerhafte und wartungsfreie Anwendung garantiert. (Halle 6, Stand D11) __Info: www.baitella.com

Portable 3D-High-TechMesstechnik (Bild 3)

 

Für die automatisierte 3D-Inspektion von Teilen direkt im Fertigungsbereich bietet Creaform seit Kurzem mit dem Metrascan-RScanner eine robotergeführte optische Lösung an. 3D-Messsysteme werden in der metallverarbeitenden Industrie unter anderem für 3D-Inspektionen von Prägeformen, Blechteilen, Sub-Einheiten und Geometrien eingesetzt. Das Gleiche gilt für CAD-Vergleiche, Konformitätsprüfungen nach Montage und Schweissprozessen, Reverse Engineering und für die Überprüfung und Anpassung von geschweissten Bauteilen. Die Vielzahl der möglichen Anwendungen in einem Unternehmen erfordere flexible und mobile Systeme, die bei Bedarf von mehreren Anwendern bedient werden können und dabei zuverlässige Messergebnisse liefern. Je nach Anwendung sind auf den Anwender abgestimmte Lösungen möglich. Demnach eignet sich für taktile Messungen das Koordinatenmessgerät Handy-Probe, für Scan-Aufgaben die 3D-Scanner Handyscan 3D, Metrascan 3D und Go! Scan 3D. (Halle 6, Stand E03) __Info: www.creaform3d.com

Vielseitiger Messtisch (Bild 4)

 

Der neue Messtisch Diatest System Come eignet sich sowohl für die Innen- als auch die Aussenmessung. Messen lassen sich nicht nur Bohrungen, sondern auch Einstiche (innen und aussen) und konische Werkstücke. Hierfür bietet der Hersteller verschiedene Kits und Zubehör an, um den Messtisch optimal an die geforderte Messaufgabe anzupassen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Verzahnungsmessung. Gemessen werden können sowohl Innen- als auch Aussenverzahnungen. Ein wesentlicher Vorteil der Messtische sei, dass sie einfach umzubauen sind und sich nachträglich noch an geänderte Messbedingungen anpassen lassen. Auch das Umstellen von Innen- auf Aussenmessung sei mit wenigen Handgriffen möglich, betont der Hersteller. (Halle 6, Stand C22) __Info: www.diatest.com

Handliche, elektronische Innenmessgeräte (Bild 5)

 

Die neuen elektronischen Innenmessgeräte von Kroeplin haben eine Drei-Punkt-Antastung und ermöglichen laut Hersteller eine bessere Zentrierung der Messkontakte. Sie garantieren eine schnelle Messwertfindung und eine sichere Messung. Die neuen Schnelltaster für die Nuten- und Bohrungsmessung zeichnen sich durch eine übersichtlich gestaltete LCD-Anzeige aus. Der Preis bewegt sich im Bereich der mechanischen Schnelltaster. Die in den verschiedenen Programmen ermittelten Messwerte können, je nach Anforderung, als Absolut-, Relativ- und Toleranzmesswert angezeigt werden. Der integrierte Datalogger kann 80 Messwerte im Gerät speichern, die dann später über die Schnittstellen ausgegeben werden. In der statistischen Qualitätssicherung können die Geräte alternativ über drei Schnittstellen zur Messwerterfassung und Protokollierung an PCs oder Auswertegeräte der Firma Mitutoyo angeschlossen werden. Dazu zählen USB, Digimatic und Mitutoyo UWave. (Halle 6, Stand C23 __Info: www.kroeplin.com

Digitalmodul misst Innendurchmesser (Bild 6)

 

Microtest Hochpräzisionsmechanik hat ein Digitalmodul realisiert, das noch höhere Genauigkeiten als bei analogen Geräten zulässt. Die zweifach kugelgelagerte Messwelle trägt einen hochgenauen Sensor, der 10.000 Inkremente pro Umdrehung erzeugt. Die Messwerterfassung in 100nm-Schritten verbessert die Genauigkeit erheblich. Das Gehäuse ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt und an allen Eintrittsstellen mit kühlwasserresistenten Dichtungen ausgestattet. Das Modul entspricht der Schutzart IP 67, ist schlagfest und übersteht auch ein vollständiges Eintauchen in einer Spänewanne. Ein HochkontrastDisplay mit grossen Ziffern erleichtert die Ablesung auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Alle wichtigen Funktionen sind direkt über eine Taste wählbar. Messrechner, Schnittstellen zu allen namhaften Herstellern und anderem Zubehör runden die Systemlösung ab.

Innen-Mikrometer (Bild 7)

 

Das Microtest-System ist laut Hersteller das einzige, das in der Lage ist, Bohrungen von Durchmesser 400mm bis Durchmesser 1150mm exakt zu messen. Wie das Schweizer Unternehmen betont, verfügen die Instrumente über bisher unerreichte Genauigkeiten. Dabei seien sie äusserst leicht gebaut und mit extra harten Ratschen ausgestattet, um sich in grossen Bohrungen weitgehend selbst zu zentrieren. Die Instrumente sind sowohl für vertikale als auch für horizontale Anwendung geeignet. Neben der Genauigkeit bieten sie auch eine unerreichte Wiederholbarkeit der Resultate, heisst es. Die Innen-Mikrometer sind für Messbereiche von Durchmesser 400 bis 650mm, 650 bis 900mm und 900 bis 1150mm erhältlich. (Halle 6, Stand A35) __Info: www.microtest.ch

RöntgenSpannungsmessgerät (Bild 8)

 

Der X-Stress Robot ermöglicht sämtliche Eigenspannungsmessungen und Restaustenitbestimmungen, die durch Röntgendiffraktion ausgeführt werden können. Wie Hersteller Stresstech dazu erläutert, ist er besonders gut geeignet, um Messungen an grossen und kompliziert geformten Werkstücken auszuführen, die nicht ohne Weiteres bewegt oder in ein spezielles Labor gebracht werden können. Das Robot-System besteht aus einem RoboterGoniometer mit G3-Röhrenhalter, der X3003 Zentraleinheit sowie der X-Tronic Software. Es kann erweitert werden mit der Hardware zur Bestimmung der röntgenelastischen Konstanten. Das RoboterGoniometer übernimmt alle Aufgaben der konventionellen X-YSysteme mit Stativ Floor Stand und zusätzlichen Freiheitsgraden. Das Gerät führt einfach alle Messungen vor Ort aus. Das komplette System ist leicht beweglich, um Messungen auch an anderen Orten ausführen zu können. (Halle 6, Stand D21) __Info: www.stresstech.de

Verzahnungsmessgerät (Bild 9)

 

Wenzel Gear Tec präsentiert mit der WGT 280 das erste Modell einer neuen Generation von Verzahnungsmessgeräten. Damit wird die bekannte Baureihe um eine Variante für die Messung von besonders kleinen Verzahnungen und rotationssymmetrischen Bauteilen erweitert. Das neue Gerät ermöglicht die schnelle und effektive Analyse kleiner Verzahnungen bis zu einem maximalen Durchmesser von 280 mm. Durch kompakte Bauweise und geringe Stellfläche kann es einfach in bestehende Prozesse integriert werden. Der gut zugängliche Messbereich ermöglicht das einfache Bestücken und Bedienen des Messsystems. Somit ist das Verzahnungsmessgerät auch für den Einsatz automatischer Zuführsysteme geeignet.

Neuer 3D-Sensor (Bild 10)

 

Mit dem neuen Phoenix hat Wenzel, wie es heisst, Pionierarbeit in der optischen Messtechnik geleistet. Der neue 3D-Sensor erfasst schnell und berührungsfrei sowohl Geometrieelemente als auch Punktewolken in nur einem Arbeitsgang. Er liefert präzise Ergebnisse und überzeugt mit hoher Geschwindigkeit und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Qualitätssicherung, so der Hersteller. Die Neuentwicklung basiert auf einer Kombination aus Streifenlichtprojektion und Bildverarbeitung. Vor allem in der Serienfertigung, etwa im Karosseriebau, bei der Gehäuseproduktion oder an Kunststoffteilen, können mit dem neuen Sensor zeitaufwendige Kontrollen schnell und zuverlässig durchgeführt werden. Die kleine und leichte Bauart ermöglicht über Standardkomponenten die Anbindung an 3D-Koordinatenmessmaschinen, aber auch die Nutzung in Fertigungslinien und Sondermesseinheiten. (Halle 6, Stand A56) __Info: www.wenzel-group.com

Neue Wellen-Messmaschine (Bild 11)

 

VICIVISION, italienischer Hersteller optischer Wellen- und DrehteilMesssysteme, präsentiert auf der EMO 2013 seine neue WellenMessmaschine MTL X-Stream mit vergrössertem Messbereich. Die neue Baureihe X-Stream ermöglicht jetzt Messungen bis zum Durchmesser von 170 mm. Zudem ist sie in drei Grössen für Längenmessbereiche von 500, 850 und 1250 mm erhältlich. Insbesondere beim Einrichten von Maschinen auf neue Teile können mit der MTL X-Stream durch die Reduzierung der Messzeiten und damit einhergehend der Maschinenstillstandszeiten Kosten in erheblicher Grössenordnung eingespart werden. Der vergrösserte Messbereich der Baureihe X-Stream erlaubt nun auch Kunden mit grossen Wellen oder flanschförmigen Teilen, insbesondere aus den Bereichen Grossgetriebe, Pumpen und dem Maschinenbau, die Vermessung ihrer Teile. (Halle 6, Stand C36) __Info: www.vicivision.com

Software-Modul zum Laserscannen (Bild 12)

 

Der Anbieter von Rohrspezialsoftware, die TeZet Technik AG, zeigt auf der EMO 2013 die TeZetCAD Software mit dem neuen Modul «Geometrie», welches Laserscannen für geometrische Teile, die mit Rohren zu tun haben, erlaubt. Nachdem es in der Industrie immer mehr Rohre mit Anbauteilen gibt, wird es jetzt möglich, diese Teile auch auf Passgenauigkeit zu prüfen und zu dokumentieren. Denn es sind oftmals geometrische Teile wie Flansche, Aufhängungsteile, Verschraubungen etc., die nur mit einer vorgegebenen minimalen Toleranz ausgeliefert werden dürfen, weil sonst das Gegenstück nicht ordnungsgemäss passen würde. (Halle 14, Stand F44) __Info: www.tezet.com

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